+49 4321 301074 jcremasco@cremasco.de

Zucker & Salz: Gesund? Lebenswichtig? Oder gar giftig?

Täglich konsumieren wir meist unbewusst dieses weiße Gold, das tatsächlich auch wichtig für unseren Organismus ist. Selbstverständlich streuen wir Salz auf unser Frühstücksei, selbstverständlich trinken wir gern den Kaffee gesüßt oder genießen das Marmeladenbrötchen. Aber können Sie sich vorstellen, dass wir ungefähr 31 Teelöffel Zucker und 12 bis 20 Gramm Salz am Tag zu uns nehmen? Unglaublich, oder? Wahrscheinlich sagen Sie „Nein, ich doch nicht. Der eine Löffel Zucker im Kaffee oder Tee und die Prise Salz auf dem Ei. Mehr war da nicht.“ Ganz sicher?!

 

Es ist eine lange Zeit bereits her, da waren Salz und Zucker neben vielen Gewürzen edle Kostbarkeiten, die sich nur die Reichen und Mächtigen leisten konnten. Heute ist es für uns eine Selbstverständlichkeit unsere Speisen zu salzen oder zu süßen – und zwar leider oft über die Maßen.

 

Der Übersichtlichkeit halber lassen Sie mich im Folgenden nun erst auf die aus meiner Sicht größere Gefahr, den Zucker, eingehen, anschließend werde ich mich dem Salz zuwenden.

 

Das Empfinden von Süße ist der erste Geschmacksreiz unseres Lebens, mit dem wir als Säuglinge über die Muttermilch konfrontiert werden – und das prägt! Wir lieben Süßes. Das ist grundsätzlich nicht weiter schlimm, ganz im Gegenteil: Zucker ist wichtig und kommt auf natürliche Weise in den unterschiedlichsten Lebensmitteln (Milch, Obst, Gemüse etc.) in Verbindung mit wichtigen Vitalstoffen vor.

 

Leider nutzt die Lebensmittelindustrie unsere Vorliebe für Süßes aus und gibt der industriell hergestellten Nahrung gern Zucker zu – raffinierten Industriezucker. Industriezucker ist ein künstlich hergestelltes Produkt, das keine nennenswerten Vitalstoffe mehr enthält. Hierbei muss natürlich auch einschränkend beachtet werden, dass so gut wie kein separiertes Süßungsmittel – ganz egal, ob wir Zucker, Honig, Reissirup, Apfelsüße o.ä. betrachten – viele Vitalstoffe enthält. Die Vitalstoffe sind nur dann wirklich von Bedeutung, wenn die Zuckerstoffe eingebunden sind in das Lebensmittel (Gemüse, Obst etc.).

 

Das Fatale ist, dass in der Industrie in unglaublichen Mengen Zucker eingesetzt wird. Es gibt kaum noch ein Fertigprodukt, dass keinen Zucker enthält: Zucker im Ketchup, Zucker als Färbemittel im Schwarzbrot, Zucker in Wurstwaren, in Nudelsoße, Fertigsuppen, Essiggurken, Eiweißriegeln, Kartoffelchips, Zucker als Geschmacksträger in fettreduzierten Produkten… Leider ist in der Zutatenliste auf den Packungen im Supermarkt Zucker nicht immer klar für den Endkunden gekennzeichnet, vielmehr „versteckt“ er sich hinter vielen Bezeichnungen: Fruktose, Fruktosesirup, Glukose, Fruchtsüße, Saccharose, Maltose, Dextrose, Laktose, Invertzucker, Melasse, Maissirup, Galactose etc… Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, an welcher Stelle in der Zutatenliste das Süßungsmittel auftaucht. Die Zutaten werden nämlich in der Reihenfolge ihres mengenmäßigen Auftretens im Lebensmittelprodukt aufgeführt.

 

Und so landen also Unmengen von Zucker gut versteckt auf dem Tisch. Wir allen starren auf das böse Fett und haben lange fettreduzierte bzw. fettarme Lebensmittel gefordert. Die Industrie hat reagiert und unseren Wunsch umgesetzt. Das Ergebnis: Die fettarmen Lebensmittel sind tatsächlich fettarm, teilweise sogar fettfrei. Dennoch sind diese Lebensmittel hochkalorisch, denn sie enthalten Zucker in rauen Mengen. Warum? Wird dem Lebensmittel das Fett entzogen, muss ein alternativer Geschmacksträger her: Zucker. Nur so schmeckt das Lebensmittel und schaut lecker aus. Und wir Zuckerjunkies greifen zu im Glauben, dass wir uns etwas Gutes damit tun – denn es ist ja fettreduziert!

 

Ein fatales Denken! Fettreduzierte Lebensmittel machen nicht satt, die Süße des Produktes macht nur noch mehr Heißhunger auf noch mehr… Und so nehmen wir wesentlich mehr Kalorien am Ende zu uns, als uns gut tut. Ich erwähnte es bereits: ca. 31 Teelöffel Zucker nehmen wir im Schnitt täglich zu uns. Das sind ungefähr 500 Kalorien! Wer insgesamt 2000 Kalorien zu sich nehmen soll, der nimmt also ¼ seines Tagesbedarf in Form von Zucker zu sich – Zucker, der uns ausschließlich kurzfristigen Genuss in Form von Süße und Kalorien, die sich langfristig auf das Gewicht auswirken, beschert.

 

Denn im Körper wird das Zuviel an Zucker in Fett umgewandelt und eingelagert „für schlechte Zeiten“. So arbeitet unser Körper. Dass es diese schlechten Zeiten wahrscheinlich bzw. hoffentlich niemals geben wird, weiß unser Körper nicht. Seine heutige Funktionsweise gleicht noch immer der unserer Vorvorvorfahren. Und Zucker richtet noch mehr an: Es gibt bereits erste Untersuchungen darüber, dass Zucker bei Kindern zu Hyperaktivität und Lernschwäche führen kann. Ein überhöhter Zuckerkonsum lässt das Diabetesrisiko steigen und steht mit diversen Zivilisationskrankheiten in Verbindung (Allergien, depressive Verstimmung, metabolisches Syndrom, Pilzbefall im Darm, Verdauungsstörungen u.v.m.).

 

Was also tun? Sinnvoll ist es, möglichst auf alle Fertigprodukte zu verzichten. Wer fortan nur noch die Lebensmittel kauft, die wirklich nur eine einzige Zutat enthalten, der macht einen großen Schritt in die richtige Richtung. Wer darüber hinaus raffinierten Zucker aus seinem Leben ausschließt und statt dessen zum Süßen von Kaffee, Tee, Kuchenteig etc. nur noch möglichst naturnahe Zuckerarten – und auf keinen Fall künstliche Süßstoffe! – verwendet, der macht noch einen großen Schritt in die richtige Richtung. Zu diesen „guten“ Süßungsmitteln zählen: Honig, Mascobado, Agvensaft etc. Doch Vorsicht: Wir konsumieren heutzutage viel zu viel Zucker. Auch bei diesen Alternativen ist Reduzierung angesagt.

 

Und wie schaut es beim Salz aus? Leider hat die Lebensmittelindustrie aus dem wertvollen Salz von einst auch ein künstliches und ungesundes Produkt gemacht. Das heute übliche Speisesalz besteht nur noch aus Natriumchlorid und hat gar nichts mehr mit dem naturbelassenen Salz gemeinsam. Das Salz, wie es in der Natur vorkommt, besteht auch zum Großteil aus Natriumchlorid – darüber hinaus aber auch aus weiteren, insgesamt 84 Elementen. Unsere Körperflüssigkeiten und auch Meerwasser bestehen aus den gleichen Elementen.

 

Salz mit allen seinen Elementen ist lebenswichtig für unseren Organismus, es baut unseren Elektrolythaushalt auf und sorgt für die Übertragungen der Nervenimpulse. Speisesalz dagegen ist durch Raffination ein ungesundes Produkt, das durch weitere Zusatzstoffe (Jod, Rieselhilfen) noch ungesünder wird, als es sowieso schon ist. Gerade der Zusatz von Jod ist mittlerweile sehr umstritten, schädliche Nebenwirkungen sind bekannt, so kann Jod z.B. Allergien hervorrufen. Speisesalz ist ein totes Produkt; es ist so rein, dass kein Keim darin überleben kann.

 

Unser Organismus kann durch die Leistung der Nieren täglich 5-7 Gramm Salz verarbeiten. Leider ist die Tagesportion in der Regel weitaus höher: Auch in Brot, Wurstwaren, Käse und Fertigsnacks ist jede Menge Salz enthalten. Alles, was darüber hinaus geht, muss der Körper mit Hilfe von Wasser lösen. Dieses Wasser entzieht er den Zellen. Es kommt zur schleichenden Dehydration: Wir trocknen aus, sogenanntes Wassergewebe entsteht, was nicht selten zu Übergewicht führt. Wenn das Zellwasser nicht ausreicht, dann können sich zusammen mit anderen Substanzen, wie z.B. Aminosäuren, Kristalle bilden. Es entstehen mit der Zeit Nierensteine, Ablagerungen an Knochen und Gelenken, Verkalkungen. Und das ist noch nicht alles! Bluthochdruck und Herzerkrankungen können z.B. auch die Folge von zu viel Salzkonsum sein.

 

Welches Salz ist eine gute Alternative zum industriell hergestellten Speisesalz? Unbearbeitetes Meersalz ist heutzutage leider mit vielen Schadstoffen uns Schwermetallen belastet. Steinsalz oder Kristallsalz sind dagegen meist frei von Schadstoffen. Es enthält alle wertvollen Elemente ohne Zusatzstoffe. Dieses Natursalz unterstützt darüber hinaus auch Heilungsprozesse: Zahnfleischbluten, Neurodermitis, Akne, Rheuma.

 

Zucker und Salz: Die Dosis macht´s – und die Naturbelassenheit. Seien Sie kritisch und konsumieren Sie bewusst!