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Zutaten (4 Portionen):

  • ½ kleiner Rotkohl
  • 400 g Rosenkohl
  • 2 Orangen
  • 1 Granatapfel
  • 50 g Quinoa (ungekocht, bei großem Hunger gern auch 80 g)
  • 5 getrocknete Aprikosen
  • 5 getrocknete Dattel
  • 1 Chilischote (wer es nicht so scharf mag, nimmt statt dessen frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer)
  • Olivenöl (nativ)
  • Rapsöl
  • Aceto Balsamico
  • Schwarzkümmelsamen
  • Meersalz oder Steinsalz
  • Kurkuma
  • Paprikapulver

Zubereitung:

Den Rosenkohl putzen, die Röschen halbieren, mit Olivenöl und Salz marinieren und bei max. 180 Grad rösten bis die Röschen anfangen Farbe zu bekommen. Bitte keine höheren Temperaturen verwenden, da dann die wertvollen Inhaltsstoffe im Öl zerstört werden.

In der Zwischenzeit:

Das Quinoa nach Packungsangabe kochen. Den Rotkohl in sehr dünne Streifen schneiden (ggfs. hierfür einen Hobel benutzen). Die Orangen schälen und in Spalten zerteilen (wer es schöner findet, kann die Orangen auch filetieren, nur gehen dann leider wertvolle Ballaststoffe verloren). Getrocknete Früchte klein würfeln. Die Chilischote in dünne Ringe schneiden.

Wenn der Rosenkohl und das Quinoa gar sind, alle Zutaten in eine große Schüssel geben und miteinander vermengen. Den Salat würzen mit Aceto Balsamico, Rapsöl, Salz. Nach Belieben Paprikapulver, Kurkuma, Schwarzkümmelsamen hinzugeben. Lau warm oder kalt servieren.

Wintersalat mit Kohl und einem Hauch Exotik

Dieser Wintersalat strotzt vor Vitaminen:
  • Rotkohl ist reich an Vitamin C. Da es durch Hitze zerstört wird, sollte Rotkohl oft als Rohkost verzehrt werden!
  • Rosenkohl enthält viele Mineral- und Ballaststoffe sowie Vitamin A, Riboflavin (Vitamin B2) und Ascorbinsäure (Vitamin C).
  • 100 g Orangen enthalten rund 50 mg Vitamin C.
  • Der Granatapfel enthält größere Mengen von Flavonoiden. Er ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Calcium und Eisen. Im Kernöl findet sich u. a. Punicinsäure. Diverse wissenschaftliche Studien zeigen, dass der Granatapfel eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis haben könnte. Allerdings sind die meisten Studien Versuche mit Zellkulturen oder Tieren. Die Übertragbarkeit auf den Menschen ist daher – noch – fraglich. Der Granatapfel verfügt, selbst im Vergleich zu Rotwein und Blaubeeren, über besonders viele Polyphenole, welche möglicherweise für die vermuteten positiven gesundheitlichen Effekte verantwortlich sind.
  • Quinoa ist verhältnismäßig reich an Eiweiß sowie an den Mineralstoffen Kalium, Magnesium und Phosphor. Es enthält reichlich Vitamin B1. Der Vitamingehalt und Nährwert ist ungefähr dem von Reis vergleichbar. Quinoa enthält jedoch deutlich mehr Mineralien, mehr Eiweiß und eine größere Menge mehrfach ungesättigte Fettsäuren (dafür weniger Kohlenhydrate).
  • Die Aprikose/Marillenfrucht (ohne Kern/Stein) hat mit 200 μg/100 g den höchsten Anteil aller Obstarten an Provitamin A.
  • Datteln haben einen hohen Zucker- und Kaloriengehalt, liefern aber auch viele Nährstoffe: Vitamin B und C sowie jede Menge Kalium, was gut für Herzgesundheit und Blutdruck ist, und Eisen. Auch Magnesium und Kalzium sowie die Aminosäure Tryptophan finden sich in Datteln.
  • Chilischoten enthalten Schleimhautschutzstoffe, so dass sie sogar therapeutisch bei Magengeschwüren, Gastritis oder Magenblutungen eingesetzt werden. Der bekannteste Schleimhautschutzstoff dabei ist das Capsaicin, welches der Chilischote auch seine charakteristische Schärfe verleiht und bei Entzündungen hilft. Beim Verzehr von Chili, schüttet unser Körper verstärkt Katecholamine (z.B. Dopamin und Adrenalin) aus. Diese Katecholamine sind der Grund, weshalb uns beim Verzehr von scharfen Mahlzeiten warm wird. Dieses Warmwerden und Schwitzen ist ein Zeichen dafür, dass unser Stoffwechsel angeregt ist.
  • Rapsöl ist ernährungsphysiologisch äußerst wertvoll, da es viele ungesättigte Fettsäuren besitzt und kaum Cholesterin enthält. Bitte immer kaltgepresste Öle verwenden! Neben ungesättigten Fettsäuren ist Rapsöl außerdem reich an Vitamin E und Karotinoiden. Vitamin E ist ein wichtiger Radikalfänger, der unsere Zellen vor Schädigungen durch freie Radikale schützt. Auch Karotinoide fungieren im Körper als Antioxidantien und fangen freie Radikale ab.
  • Schwarzkümmelsamen werden in der Naturheilkunde bei Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), zur Regulierung des Immunsystems, gegen Asthma, in Begleitung von Chemotherapien zur Milderung der Nebenwirkungen, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck sowie in der Tiermedizin verwendet. In der indischen Heilkunde gilt es als bevorzugtes Mittel zu Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden. Allein PubMed verzeichnet (Stand: Januar 2015) 651 Artikel und Studien zur medizinischen Nutzung der Pflanze und ihrer Bestandteile.
  • Der wichtigste Inhaltsstoff der Kurkuma-Pflanze ist das Curcumin. Curcumin wirkt entzündungshemmend, schmerzstillend, krebshemmend und leitet Schwermetalle aus dem Körper aus.