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Süßkartoffelcurry mit Spinat –

Batala Nivithi Maluwa

Das Rezept „Süßkartoffelcurry mit Spinat“ ist eines meiner absoluten vedischen Lieblingsrezepte. Ja, vedisch – und nicht ayurvedisch. Denn während im Ayurveda weitestgehend auf Zwiebeln, Knoblauch und Chili verzichtet wird, kommen in der geschichtlich älteren Küche des Veda diese Zutaten durchaus zum Einsatz. Im Ayurveda, der indischen Heilslehre, werden den genannten Lebensmitteln unvorteilhafte Eigenschaften zugeschrieben, die einen Heilungsprozess verzögern können. Die vedische Küche hat dagegen nicht das Ziel der Heilung. Man könnte diese auch als die klassische Küche Indiens bezeichnen.

Hauptbestandteil des Gerichts ist die Süßkartoffel. Was ist das Besondere an dieser Knolle, die so ganz anders aussieht als unsere alt bekannte Kartoffel? Auffällig ist in erster Linie der deutlich süße Geschmack, der aus einem wesentlich höheren Zuckeranteil resultiert. Die Süßkartoffel enthält sogar mehr Zucker als Mais, hat dennoch einen kaum höheren Kohlenhydratanteil als die klassischen Kartoffel, welche wiederum im Gegensatz zur Süßkartoffel mehr Stärke enthält. Kartoffeln – egal, ob süß oder nicht – sind und bleiben Sattmacher! Das Besondere an Süßkartoffeln ist der im Vergleich zur klassischen Kartoffel hohe Anteil an

  • Vitamin E
  • Vitamin A
  • Beta-Carotin
  • Riboflavin (B2)

Es lohnt sich also, ab und zu mal ein Süßkartoffelgericht zu zaubern. Und dieses hier ist ganz wunderbar für kühle Tage geeignet, da es schön durchwärmt.

Süßkartoffelcurry mit Spinat

Zutaten (ca. 3-4 Portionen):

  • 1 kg Süßkartoffen, geschält
  • 2-3 Zwiebeln, geschält
  • 2 Knoblauchzehen, geschält
  • 1 EL Kokosöl
  • 300 g frischer Blattspinat (gewaschen) oder 1 Pckg. ( entspr. 450 g) TK-Spinat (Bitte nicht den mit dem „Blub“ 😉 sondern den „ohne alles“)
  • Salz
  • 1 TL Kurkuma, gemahlen
  • 1 Dose Kokosmilch (450 g)
  • 1/3 Pckg. Kokoscreme
  • 2-3 Chilis, getrocknet

Süßkartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch klein schneiden, im Kokosöl anbraten. Kurkuma, Salz, Kokosmilch und Kokoscreme dazugeben, aufkochen lassen und ca. 15-20 Minuten garen, bis die Süßkartoffelstückchen weich sind. Schließlich den Spinat dazugeben und aufkochen lassen. Ganz zum Schluss die im Mörser zerstoßenen Chilis dazu geben (Achtung: Je länger Chilis erhitzt werden, umso mehr Schärfe geben die kleinen Biester ab!)

Für den ganz großen Hunger kann man Reis dazu geben. Ich habe jedoch immer wieder erlebt, dass das Curry so sättigend ist, dass niemand zusätzlich eine Sättigungsbeilage benötigte. Ich gestehe, das fertige Süßkartoffelcurry ist nicht sonderlich fotogen – der Geschmack ist dafür umso besser! 🙂

Süßkartoffelcurry mit Spinat