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Zutaten:

  • Süßkartoffeln (möglichst groß für relativ großflächige Scheiben)
  • Olivenöl (kaltgepresst)
  • Salz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
  • Avocado (bitte in Bio-Qualität – warum: s.u.)
  • Chilischote
  • Zitronensaft
  • Kichererbsen aus dem Glas
  • Sojajoghurt oder Quark
  • Frische oder TK-Kräuter

Ich gebe hier keine Mengen an, da es mir ein Anliegen ist, mit Rezepten immer spielerisch und experimentell umzugehen. Also, trauen Sie sich! Kreieren Sie Ihr ganz eigenes Süßkartoffel-Steak!

Zubereitung:

Die Süßkartoffeln sehr gründlich waschen, die Kartoffeln in ca. 1 cm breite Scheiben schneiden. Warum sollen die Kartoffeln nicht geschält werden? Die Schale sorgt dafür, dass die Kartoffelscheibe während des Garprozesses besser in Form bleibt – insbesondere wenn die Scheibe doch einen Moment zu lange auf dem Grill geblieben ist. Außerdem darf die Schale gern verzehrt werden!

Die Scheiben mit Olivenöl bestreichen, salzen, pfeffern und auf den Grill legen (alternativ klappt das natürlich auch im Backofen). Wer es gern scharf mag, nimmt Chilisalz. Ich mache meines immer selbst, indem ich frische Chilischoten trockne und mit grobem Meersalz mische. Damit es dann so fein ist wie auf dem Foto, nutze ich eine Salzmühle.

Ungefähre Garzeit: 10-15 Minuten.

Während die Kartoffelscheiben garen, Avocadofleisch mit Zitronensaft zermusen, salzen und pfeffern. Beiseite stellen.

Die Kichererbsen abgießen (wer Lust hat, bereitet aus dem Kichererbsenwasser Eis – siehe hier), abbrausen, mit dem Joghurt oder Quark mischen.

In Sachen „Avocado“: Wir sollten beim Verzehr von Avocados immer bedenken, dass die Früchte ökologisch bedenklich sind – und das gilt leider auch für die Bio-Variante. Deshalb lautet mein Grundsatz: Wenn Avocado, dann unbedingt in Bio-Qualität und möglichst aus Europa, sodass zumindest beim Kerosin die Bilanz etwas positiver ausfällt.

Die Zeitung „DIE ZEIT“ hat im Herbst 2016 über das Avocado-Problem sehr ausführlich berichtet. Der aus meiner Sicht gut recherchierte Artikel ist hier abrufbar.

Die Chilischote und den Knoblauch kleinschneiden (Achtung, unbedingt anschließend gründlich die Finger waschen! Nicht mit den Fingern an den Augen reiben!) …

… und zusammen mit den Kräutern unter den Quark heben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Sind die Süßkartoffel-„Steaks“ gar sind mit den beiden Dips anrichten.

Varianten:

  1. Wer mag, hobelt Käse auf die Süßkartoffelscheiben vor dem Grillen.
  2. Wer auf Fleisch oder Fisch nicht verzichten möchte: Dorade oder Putensteak passen dazu.
  3. Variante Kichererbsen-Dip mit Indien-Touch: Kichererbsen, Quark oder Sojajoghurt, frische Kräuter, gewürfelte Tomate + Zucchini, Curry- und Paprikapulver, Salz, Pfeffer (Ich bevorzuge hier Zucchini und nicht Salatgurke, weil letztere meist weniger knackig ist, insbesondere wenn der Dip eine Weile durchzieht.)

4. Variante schneller Dip „mit ohne“ Gemüse 😉 : Quark/ Joghurt mit Senf (mittelscharf oder scharf), Tomatenmark und Sambal Oelek verrühren. Ich habe das mit Sojajoghurt ausprobiert und es war kein Würzen mit Salz/Pfeffer notwendig. Mischungsverhältnis: 250 g Joghurt, 1 TL Senf, 1 TL Sambal Oelek, 1 TL Tomatenmark. Was ist Sambal Oelek? Es handelt sich hierbei um eine Würzpaste bzw. -soße, die aus Indonesien stammt und auf Chili-Basis hergestellt wird. Im heimischen Lebensmittelmarkt findet man sie i.d.R. in kleinen Gläsern. Meist steht Sambal Oleg dort, wo auch Pesto & Co. zu finden ist.