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Sommer, Sonne, Eis…

Ich kenne kaum jemanden, der kein Eis mag. Eis schmeckt – manchmal im Winter, sehr oft im Sommer. Und mittlerweile ist der schnelle Eisgenuss einfach: Jeder Supermarkt, jede Tankstelle, viele Zeitungskiosks haben Eistruhen, dazu kommen die diversen Eisdielen in den Städten. Ich behaupte, wer nicht ganz ländlich lebt, erreicht innerhalb von 5 Minuten einen Laden, der Eis verkauft. Gestern, als ich in der Autowerkstatt auf die Reparatur meines Autos gewartet habe, stand sogar dort eine Truhe mit unterschiedlichen Eissorten. Von Schoko über Vanille und Orange mit Stiel oder in der Waffel – alles war vertreten.

Aber ist das, was uns als Eis geboten wird, gesund? Mir kommen die Zweifel, wenn ich an das abgepackte Fertigeis denke. Lese ich die Zutatenliste von solch einem klassischen verpackten Vanille-Eis am Stiel mit Schokoladenglasur, dann fällt mir neben viel Zucker und Fett auch so etwas wie Stabilisatoren, Emulgatoren, Verdickungsmittel, Farbstoffe und Aromen ins Auge:

Inhaltsstoffe Speiseeis

  • E442 ist ein Emulgator und wird synthetisch aus Speisefetten gewonnen, ein Zuviel kann zu Übersäuerung und Störungen im Magen-Darm-Trakt führen.
  • E476 ist ein Stabilisator und nur begrenzt zugelassen. Hohe Mengen können zu Organveränderungen führen, insbesondere die Nieren und die Leber sind betroffen.
  • E471 ist ein Verdickungsmittel, das Allergikern Probleme bereiten kann.
  • E410 ist ein Verdickungsmittel, das unter dem Namen Johannisbrotkernmehl recht bekannt ist. Dieser Stoff gilt als unbedenklich, wird als Ballaststoff teilweise eingesetzt – kann jedoch Soja-Allergikern Probleme bereiten: Kreuzallergien sind möglich.
  • E407 ist ein Verdickungsmittel, das aus Rotalgen gewonnen wird. Sehr oft findet man diesen Stoff in Süßigkeiten, Cremes, Soßen, wärmebehandelter Sahne. Der Stoff steht in Verdacht, allergieauslösend zu sein und scheint das Immunsystem beeinflussen zu können.
  • E160a ist der Farbstoff Carotin, der Speisen gelb färbt. Es handelt sich um eine Vorstufe des Vitamin A. Größere Mengen lagern sich in der Haut, der Leber und dem Fettgewebe ab.

Dass Eis eine Süßigkeit ist, die aus Zucker und Fett bestehen muss (sofern es denn kein Wassereis sein soll), ist nicht von der Hand zu weisen. Aber: Ist es zwingend erforderlich, dass Eis all diese oben genannten Zusatzstoffe enthält? Ich finde, darauf kann man gut verzichten. Auf Eis muss man dabei jedoch nicht verzichten. Wie wäre es mit einem recht schnell bereiteten exotischen Eis aus eigener Herstellung?

Sie brauchen: eine frische Ananas, Orangensaft, Datteln, Mandelmus – und einen leistungsfähigen Mixer

Die Ananas schneiden Sie am Vortag in kleine Stücke und frieren diese ein. Am nächsten Tag bereiten Sie aus 200 ml Orangensaft, 8 (oder mehr) Datteln, 2 EL Mandelmus im Mixer eine Creme. Dann geben Sie die gefrorenen Ananasstücke (ca. 400 g) hinzu. Alles schnell durchmixen. Ihre Eiscreme ist sofort verzehrfertig (oder kann auch 2 Tage im Eisfach aufbewahrt werden). Und Sie dürfen experimentieren! Tauschen Sie doch mal die Ananas durch Mango aus, geben Sie echte Vanille hinzu oder Schokobröckchen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.